19-06-2001

Statt nicht finanzierbarer Versprechen realistische Betreuungsangebote

Zu den familienpolitischen Beschlüssen des CDU-Landesausschusses erklärt die
ASF Landesvorsitzende Anna Schlosser-Keichel:

Die Landes-CDU ist offensichtlich wild entschlossen, alte Zöpfe abzuschneiden und sich einen modernen, sprich familienfreundlichen Anstrich zu geben. Der Familienbegriff wird neu definiert und an die Existenz von Kindern geknüpft, es werden vehement Ganztagsbetreuung und Ganztagsschule gefordert - bis vor kurzem galt dies in weiten CDU-Kreisen noch als Teufelswerk. Das Ehegattensplitting wird auf den Prüfstand gestellt, und selbst die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften ist kein Tabu mehr.

Bravo! Damit hat sich die Nord-CDU den schon seit Jahren von den Sozialdemokraten vertretenen Positionen genähert. Im Wesentlichen knüpft die CDU an Standards an, die bereits seit den neunziger Jahren in Schleswig-Holstein Realität sind - somit also nichts Neues beinhalten.

Wie das lauthals versprochene "Familiengeld" bzw. das "Landeserziehungsgeld" finanziert werden soll, wird leider nicht verraten. So bleibt es bei schönen, aber unseriösen Versprechen.

Die SPD dagegen setzt auf den allmählichen, aber finanzierbaren Ausbau flexibler und bedarfsgerechter Betreuungsangebote, damit Eltern Familie und Beruf noch besser vereinbaren können.

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